©-INNENLEBEN – Werdung Roman

INNENLEBEN - werdung roman - granatatapfel

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Ivo_Rossi_Sief

und

https://drive.google.com/file/d/1AG_XeKZecnR985FUESr3xnH9U5GAH3x7/view

 

„©-I N N E N L E B E N“

 

Ein Buchprojekt:  Werdung Roman

Idee für Buch  – –  mit hier … noch ohne Anspruch auf  Fehlerlosigkeit

                                                                   *  *  *

                                                   

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Aus der Musik: tempo andante con moto – in crescendo.

„©-INNENLEBEN“

 © Ivo Rossi Sief

*

Aus der Wissenschaft und Astronomie:

im Zentrum der meisten, womöglich sogar aller Galaxien befinden sich Schwarze Löcher von gigantischen Ausmaßen – sogenannte supermassereiche-Schwarze Löcher.

Die Entstehung und Evolution dieser „innen-Giganten“ ist eine offene Frage der Forschung. Wachstumsphasen lassen sich aber auch beobachten.

Zitat aus dem Studium der Psychologie:

„Ein Mensch ist gleich einem energiemäßig abgeschlossenen System (fast). Die menschliche Aktivität ist immer auf die Verarbeitung von Energie zurückzuführen; da ein abgeschlossenes System vorliegt, geht Energie für das eine immer auf Kosten der Energie für andere Aktivitäten.“

* * *

Erzähle ich jetzt von mir, dann schreibe ich hier nicht über einen der auf Welt viel erreichte, der große Dinge, Herausragendes, vollbrachte. Sondern ich will von einem Menschen erzählen, der den größten Teil seines Lebens um Akzeptanz und Anerkennung ringen musste. Für seine Art zu sein, seine Motivation, und für alles was er tat. Unsicherheit. Diese in Sache Seinsberechtigung bereits in meiner Geburtsstunde, wo ich um ein Haar meine Geburt nicht überlebt hätte.

Wurde ich folglich ein Schwächling? nein, ein Kämpfer; um alles hatte ich zu kämpfen, vieles hat ich hart erkämpfen müssen und für alles dachte ich kämpfen zu sollen.

Das tat ich akribisch. Manchmal mit dem Prädikat Übertrieben.

Ich habe einen doppelten Nachnamen. Ein Teil dieses Familiennamens ist ein rein italienischer, nein, der alleritalienischste: Rossi. Dadurch fühlte ich so, dort wo – in der unmittelbaren Nachkriegszeit und Sprachen bezogen, ob dieser einen Konstellation seltsam belasteten Gegend – ich aufwuchs, groß und reif wurde und viele Jahre in Folge lebte, dass seit Anfang meines Lebens, alles was ich tat, eine – sozusagen – öffentliche Beleidigung darzustellen hatte.

Eine Lage diese, die gewiss völlig sinnlos und eine sehr anstrengende war. Als ich Kleinkind war, sahen manch eigesessene Familien es nicht gerne, dass ihre Kinder mit mir spielten. Als es soweit war, mochten Mädchen die mir gefielen, dieses Namens wegens, es wenn überhaupt dann nur ganz schwer, mit mir zu tun haben. Das tat weh.

Diesen Namen trage ich, entsprungen im Sippen-Eierstock, aus einer „Bürgerliche (meine Urgroßmutter, die Sief) gepaart mit Adeligem (mein Urgroßvater, der De Rossi)“ Bettgeschichte. Diese Sippe aus dem Boden gestampft (sozusagen), in der „Maria Theresia‘s, Sissi’s und Altösterreich‘s“ sehr kargen Gegend (das Fodom), die der steilen Wiesen und Hänge, die unmittelbar unter der später dann umkämpften Bergen liegen, von wo man in Triests und auch Venetiens Richtung, weit in die Ferne – und runter in den Tälern des Prosecco’s – blickt

* * *

Präludium:

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Eine Konkave,
damit alle die ermüdeten Knochen und Knöcheln, nach all den Lebens Rollenbesetzungen, wieder einen Stand verliehen bekommen, während sie sich wieder hinters Lenkrad pressen.
Komisch – und komisch fühlt sie sich an, diese Hockstellung; schwierig auch das Gaspedal zu finden – die Bremse, die wusste ich immer schon wo sie war.
Und schaffe es bis zum Supermarkt.
Da, fasziniert mich keine Geschichte.
Du hast mir viel besser gefallen – aber Schönheit ist vergänglich.
Eine Weile im Leben kann man ja Kurs halten, vier Wände verschaffen doch ein Ziel – mit Brenn-und-Heizofen und Abendbrottisch; Gymnastikübungen der Seele immer erst später, vorher auf allen Vieren sprechen ein Gebet, nach oben, wohin beziehungsweise zu wem auch immer, und das Glück dann..sollte scheinen wie perfekt.
Ich sabbere, weil ich mich mit der zu heißen Suppe vertan habe.
Ich brauche Englisch, ein Sprachunterricht wäre gut.
Könntest Du etwas leiser sprechen, beim mir den Kuchen rüber reichen?
Denn mit geschlossenen Augen, gerade wo anders seiend, lasse ich meinen Finger am Rand des Weinglases kreisen.
Oh ja, ich liebe Dich – wenn auch jetzt lethargisch(… )finde ich jetzt eine Rosine, die mein ganzes Mitgefühl erntet.
Intimität.
Immerwährende Geburtsstunde des Täglichen.
In Liebe.
Wo ist denn eigentlich der beste Freund?
Vom Stricknadelngeklapper geweckt, entwöhne ich mich vom Garn der Beziehungen? – go go Stiefeln stehen dort noch im Flur.
Das Nähkästchen zeigt Hoffnungen die noch offen.
Wer Recht hat, weiß ich nicht: ihr “die anonymen Augen“ immer.
Und über Freundschaft sprechen.
Alle die Nachnamen kenne ich nicht mehr.
Der beste, der erste, der zweitbeste, der alte Freund, der liebste, der gegangene… und Platon.
Freikirchengottesdienste, Glaubensinhalte, Gesichtsbilder und selbstverständliche Zukunft stimmen mich für kurze Zeit friedlich.
Bedeutet das konkret: habe ich keine Trotzphasen mehr?
Riskiere ich, mich zu bekennen? – mit dem Blick auf eine Zukunft, die eine vage Vorstellung bleibt in einem Becken aus Gold? – mit lauwarmem Wasser darin?
Es kreischt jemand – und es riecht nach Restalkohol hier rundherum: ein Umfrageproblem und kein Widerspruch, aber unangenehm sich immer ums anders sein rechtfertigen zu müssen.
Es ist besser, ich gebe meine Ernsthaftigkeit in dieser Situation auf.
Wie viel belüge ich mich selbst? – und welche/wessen Träume lebe ich?
Gravitationswellen und Wahl-Lawinen also – und gefundene sieben…Erdähnliche Planeten.
Astronomisch…
wie unsere Zustimmung, wie alle unsere Entscheidungen, gemessen zwischen Individualität und den vielen Konnotationen, die eine echte, modellhafte, repräsentative Demokratie ergeben.
Astronomisch wie unsere Gedanken, die eingebauten im Selbstmodell, das einer Selbsterfahrung gleicht.
Erbsen in der Hülse also.
Man schreitet eine Front ab … und guckt, fein säuberlich, mit geputzten Schuhen, ob man nun sofort umziehen muss oder sollte, weil eine Kollision, der Ursprung dieser, dann doch kleinen, Erkenntnis ist, wie die, beim (nach)denken was passieren könnte, wenn ein Stein (oder zwei) in einen seichten See plumpst und man sie  d a n n  sieht – die Wellen.
Des gesamten Raumes ist man sich allerdings nicht mehr ganz sicher.
Entwicklungsstand: Wandelbarkeit einer Illusion.
Im Alltag weiterhin aber dumpfe Unzufriedenheit.
Hörst Du in diesem Moment Geräusche?
Ist das Unglaubliche die Wirklichkeit?
Ein Fuhrwerk rollt bergan; dann die Berichte und das Winken.
Von dem Gebräu der Ehre der Empiristen, vielleicht mit weißem Moselwein oder einem erlesenen aus der Wachau begleitet, koste ich mit der Fingerspitze einen Kleckser.
Dolmetscher übersetzen und man trägt die Vorspeise auf, aufpassend, dass man nicht gerät in eine solche Erregung, die den Frack wieder in die Knie zwingen könnte.
Ein Traum schläft aber nicht.
Einzigartig ist nur das Handeln gegen die Normen.
Wenn die Grundlagen allen Wissens philosophisch uninteressant sind, muss ich dann fragen: was tragen Gravitationswellen zur Vielfalt des täglichen Lebens bei?
Sind Lügen auch Wellen?
Soll ich mir selbst was abkaufen??
Klageton im Wurzelholz, gekachelte Vokabeln, als würde mich alles langweilen und reizen.
Wellen über Wellen das Leben als Ganzes, besser, als Teil eines größeren Ganzen betrachten… .. . – ?

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           Ich kam aus dem Wald, aus einem engen Tal, und lebte folglich, weil meine Eltern dahin übersiedelten, an einem Ort wo auch da nicht mehr alle auszuwandern hatten.

Mit meiner Familie verweilte ich als Kind und wuchs, wie die Natur der Dinge es vorgab, da auch auf, in einem Dorf mit breitem deutschen Dialekt, wo bei steigernder Nachfrage um Zimmervermietung, eine rege Mission-Tourismus-Aktivität im Entstehen war.

Es war schon immer ein deutsches Dorf, mit Ausnahmebescheid später. Eine deutsche Gegend und Region im Staat Italien.

Mit einem Kirchenglockenklang á la gelobt sei Jesus Christus, strahlte rundum noch nichts Wirtschaftskompetenz aus, es gab nichts Spektakuläres zu erwarten, alle waren aber aufs höchste neu-gierig und durch das traditionsgemäße Knödelzubereiten in den Familien gab es das Restbrot Problem nicht.

Weizenmehl, Weißbrot und Semmeln waren wie spirituelle Bedürfnisse.

Kaum etwas war illegal, oder ungesetzlich.

Die Zeitkritiker hatten schwere Balken an den Grenzen gesetzt – somit war jede Eigenart deutlich – und zubetoniert geschützt.

In Details – und wie auch immer sonst – in meiner Kindheit herum zu stochern, will ich unterlassen. Das ist Intimbereich und will diskret so bleiben. Es ist auch bei Gott nicht interessant, bei dieser Art Geschichte, jetzt in Verfehlungen beim Prägungsprozess und den Folgen sich zu suhlen.

Ich brauchte ziemlich lange, um über Gesellschaft und Fruchtbarkeit was zu erfahren, denn die Zeiten in die ich hineingelegt wurde – und meine Eltern – waren in der Tat keineswegs bereits Aufgeklärte. Wind und Staub wirbelten noch, da, auf den zum größten Teil noch nicht Asphaltierten Straßen.

In so einem Zustand Gelehrsamkeit, also Lernfähigkeit aufzubringen, war für mich mit übergroßer Neigung zum Fragenstellen verbunden. Als Kind habe ich – keine große Sache freilich diese – unendlich viele Stunden verzaubert verbracht. Eine sehr Rege Neugierde habe ich aber an den Tag gelegt. Auch tat ich viele Reisen zum Gesundheitssprengel, weil ich, hypersensibel als Wesen und sehr zart von Konstitution, nicht gerade ein sozusagen gesundheitsstrotzender männlicher Muskelprotz war. Ich hatte ein Herzfehlerrheuma mit mir, vom 8’ten bis zum 16’ten Lebensjahr, herum zu tragen.

Die vielen einsamen Stunden, Tage, Jahre, die ich nicht wie die anderen (Buben) sie auf Schnee, oder hinter einem Ball, oder ähnlich anderer solchen entwicklungsüblichen et ceteras, den ganzen Tag verbringen konnte, weil aus Ärzt Befehl nicht durfte, machten mich zum sehr frühen regen Grübler und Phantasierer: Gelbe Blumen, die frühen Wiesen prall gefüllt mit blühendem Löwenzahn, die Wandlung des diesen  zur Pusteblume, sowie der fleischgewordene Gott, dazu das Butterbrotpapier auf das ich mit Tricks zeichnete, waren für mich Dinge, die mich oft in den Zustand des Versonnen Seins versetzten. Abends lief im Wohnzimmer einer der ersten erwerbbaren Fernseher. Es gab damals nur Programm Rai – und da auch nur ein Kanal.

Theorien über Kekse und der Chaos zwischen meinen Eltern in ihrer Beziehung, hatten sich in viel der meinen Zeit, zu der Zeit, eingedrückt.

Über Beziehung zwischen Eltern und Kinder gab es, in der damaligen Zeit, partout nicht zu klagen. Ich sagte freilich auch nie ein aufmüpfiges Wort. Es gab auch eine Hilde, die auf mich aufpasste und mich bekochte.

Eine Familie im ständigen Einklang war die meine einfach nicht, denn in den Räumen wurde sehr oft eher Saureres, also sauere Stimmung verbreitet.

Manch ein Kind springt bei sowas rabiat von den Stühlen – ich wollte mich rückwärts aus diesem Zustand winden, und beschloss eben krank zu werden. Vorrecht oder Zumutung? Einfacher: ich begab mich in ein Schmoren mit zurückgeschraubter Hörfähigkeit, um den Sauermachern, zumindest manchmal, irgendwie Paroli zu bieten, diesen was gegenüberzustellen. Ansonsten hatte ich nicht sehr viel zu sagen.

Ich hatte ein mal zugesehen, wie das gelegte Ei meiner Wellensittiche tatsächlich aufsprang, um ein Küken freizugeben, das gar lebte – und das drei Wochen lang – und dies ich so empfand, wie Mystik verbreitend.

Ein grünbunter Chaot wurde ich, auch in mir drinnen. Mit den Küchenstühlen baute ich mir eine Welt, wenn all die anderen Prioritäten wollten, dass ich alleine war.

Das war sehr oft der Fall.

Schwer zu sagen, ob diese Form der Liebe meiner Eltern für mich, wie Unterdrückung auf mich wirkte. Sind nicht viele von uns, Kinder oder Opfer Enttäuschter Freuden und des aufgezwungenen Mitgefühls, gebündelt diese im Zuhause? Ja, ich wars.

Wie diese Spannung losen, die sich bei mir als Gelenkleiden festsetzte?

Ich war in diesen meinen ganz frühen jungen Jahren bereits gerne ein kleiner Geistes-Jongleur. Ich hegte, wie eigentlich alle Heranwachsenden, recht seltsame Ideen, strickte eigenwillige Gedankenassoziationen.

Ich formulierte (schrieb dazu sagen, ist übertrieben) bereits kleine Gedichte … und fand, die vielen Obstbäume in den Gärten und Gemüsegärten, vom Fenster aus betrachtend, da in meiner ländlichen Umgebung, dass auch ich mich fühlte – in diesem Zustand der sehr frühen Jugend, in diesem Stadium eben – wie ein (so sage ich heute über damals) Produkt der Modifikation.

Ich phantasierte, zwangsläufig, denn ich hatte einsam im Zimmer viel Zeit dafür, also gerne, wegen der Optik die sie mir boten, um das Wesen der Früchte: Pfirsiche oder Kirschen oder Aprikosen; Hesperidium beziehungsweise Zitrusfrucht, Beere zu deren Bedeutung – Traube oder Wassermelone, Tomate, Apfel, oder Birne und so weiter, und um das, was das Blüten bestäuben wohl war.

Das waren für mich wesentliche Fakts. Mit unendlich viel bescheidener Unerfahrenheit, diese in einer Wahnwitzigen Geschichte eingepackt – wobei ich jetzt aufpassen sollte, nicht gleich auch noch Talent zu zeigen, im Eigentore schießen.

Schließlich weiß ich nicht, was ich eigentlich mit der eher fadenscheinigen Aussage sagen wollte, dass ich wie ein Regisseur der Aufführung – eine solche war es in meiner Fantasie –  wie Früchte sich verändern, da beistand. Wie diese – wie man sie auch immer jeweils benennt – sich am Boden, auf dem Rasen des Gartens des Bauernhofes, wo meine Familie mit mir damals wohnte, reif vom Ast gefallen ansammelten.

Die frühen Früchte als junge Schauspieler in meiner noch sehr jungen Phantasie. Regisseur nicht, Bühnenarbeiter aber, war ich wohl eher, und Benediktiner, in einer nicht ganz normalen Situation.

War die meine eine beklagenswerte Lage?

Alternativschauspielerrollen ahnte ich, ja eigentlich, bereits schon voraus…

Für mich war diese, noch nicht die Zeit der Rettungsanker; jeden Morgen sorgte man aber für Reinlichkeit, ein groß-existentielles Anliegen.

Ich, kleiner Regisseur also, zeigte, wie man leicht erkennen kann, bereits Offenheit für Meinungsverschiedenheiten, und für die Verschiedenheiten der Modelle – erhaschte diese aus offenen, wenn auch noch unreifen, Blickwinkeln. Die Früchte dieser Erde, zum Beispiel, die ich nicht im erspähbaren nähen Garten beobachten konnte, fand ich abgebildet, diese dann ausschneidend, also entnehmend und sie an die Zimmerwand klebend, wenn ich in den, damals noch seltenen, Magazinen und Broschüren die ins Haus flatterten (meine Eltern verwalteten das örtliche Postamt) durchblätterte. So wuchs an der Wand mein ganz eigener Baum.

Ich kam als Linkshänder in/auf die Welt. Ich wurde dann gezwungen – so war das in damaligen Zeit – auf rechtschreiben sich umzuschulen. Ansonsten war ich ganz normal.

Im Herbst waren da mehrere Kilos an Bohnen, zum einlagern, in Vakuum – und in der Regel ein Zentner Äpfel – wie Wertpapiere – von den Bäumen, die ich vorhin beschrieb. Diese wurden von mir geschält; ein Ritual damals, um mich selbst zu beschäftigen. Dann nahm ich das Kernhaus heraus. Blanchieren tat sie folglich die Hildegard. Ich aber stopfte sie dann in Dosen mit Schraubverschluss. Diese kamen folglich in den heißen Herdofen, damit, beim verschlossenen Aufkochen, sich das Vakuum bilden konnte. Gefriertruhen gab es damals noch nicht – und mit indischem Kuli wurden Etiketten beschrieben.

Die Früchte vom Baum, oder des Baumes, waren also nicht mehr solche.

Ich bin überzeugt, dass das, aus der allgemeinen Veranlagung, wie etwas im Bereich des Wachsens und des dann Abtrennens auf mich wirkte. Denn den Früchten gleicht, so beobachtete ich (und aus meinen späteren Transformationen) dass sie sich im Laufe der Werdung tiefgreifend verändern. Umwandlung und dann die Unterscheidung, und diese, im Prozess der Identifikation und Individualisation, doch ziemlich entscheidend. Nicht nur aus Psycho-beziehungsweise-Phylogenetischer Sicht.

Ich aber musste mich damals zunächst damit begnügen, dass Hilde, sowie ein paar Tauben da draußen, meine Tage maßgeblich, nicht unbedingt zum herzlich lachen, füllten. Als lebte ich in einem Zwischendeck des Lebens – als Erstgeborener – achtgebend, dass das Leben mich eben nicht zerreißen würde, ich nicht zu viele Flecken aufs Gewand schmierte – und mit (m)einem „die Mütze ist wohl nicht dein Ernst“ es schaffte auszukommen.

Wenn man als Mensch und Kind sich in diesem Zustand – noch – befindet (so sehe ich es heute) ist man lose an der Wand des Lebens; verständlicherweise auf keinen Fall noch frei, weil zwangsläufig unter Beobachtung – ein sozusagen Buschwindröschen, noch isoliert.

Und doch verhielt ich mich im Grunde, zum Leben wie ein bis zur Besinnungslosigkeit entfachter Schwärmer; Unzüchtigkeiten in meinem Fantasie Schloss, Statisten und noch andere Bühnenarbeiter, auf den Brettern meiner Lebensschüler Bühne, innerlich gerne wegpustend.

Und das alles, ja, recht lange her.

Volksgeschichtlich gesehen, freuten sich meine Mitmenschen, dort im Umfeld, mit nicht mehr so viel Kloßgefühl im Hals, also weniger Trauer durch Aufhebung der Isolation, paradoxerweise aufs erneut, von anderen totalitär-konfrontativen-Motivationen und Instrumentalisierungen einverleibt zu werden.

Es ist dies relativ lange her.

Aber offene Ohrmuscheln mit Gänsehauteffekt, die bei jemand das Mozart Requiem oder Jazzpianostücke von Garner(Errol) hätten hervorrufen sollen, waren nichts für Menschen dieser Zeit und Gegend. Die sehr wohl aber am Berichten im Wirtshaus sich ergötzen könnten, wie 3 Rehe am Straßenrand da, von den Scheinwerfern geblendet, standen, als „sie“ nachts auf der Landstraße heimfuhren, und sie die Büchse Herrgott nicht mit.

Um das so wie heute vehement vorgetragene Thema Glück mit Gänsehauteffekt, Glück als frohe Botschaft zur Menschheitsentwicklung, als Dopaminausschüttung mit Effekt wärmendes Wohlgefühl, in der Liebe also in den Beziehung(en), ging es damals nicht. Schon eher, eigentlich fast ausschließlich, um Federn gezupft von der Gänsehaut, und die Gänse für satte wohlgenährte Mägen gebraten – oder fallweise eben Rotwild, oder anderes vom Metzger.

Mit keinem Gute Nacht Lied (das gesehen auch aus meiner Perspektive) wiegte man mehr Kinder in den Schlaf – egal – und das, ja eben, etwas länger her. Deutschland versuchte still, dem und im Land, gründlich zu helfen.

Das war die Stimmung meiner Kindheit.

So fühlte sie sich an, dort wo ich zuhause war.

Dann deponierte man mich – mit elf – in der nächstgelegenen Stadt in einem Heim, um in dieser Kleinstadt eine eigene Schule, als Mittelschule, also Hauptschule mit technischem Touch zu besuchen.

Diese Entscheidung befasste sich eher mit den Nerven Zustand meiner Eltern, und wurde von diesen idealisiert. Meine Psycho-Entwicklung, in der gerade meiner anstehenden Entwicklung, aus der Kindheit hin zur Jugend, war gewiss nicht der Grund.

Ich will…, nein besser, ich habe niemanden für etwas zu beschuldigen.

Eltern, und somit auch meine, wussten, jedenfalls damals partout nicht, dass ein Kind, auch unglücklich werden kann, wegen der Erziehung.

Und ich wusste, genauso wie sie, nichts von etwas wie ein Prozess der Reifung des menschlichen Gehirns in den ganz jungen Jahren. Und des wie, anhand der Fähigkeiten, positive prägende Entscheidungen treffen. Vernünftige, für ein gutes zukünftiges Leben. Werte und Identität, da in dem Heim, und wie man sie über die kindheitsjahre hinaus entwickeln sollte (was war denn da – in dem Haus – für eine emotiv’gestresste repressive Stimmung!) fand ich nicht.

Vorweg hatte ich bereits gesagt, man brachte mich da hin mit elf.

Kurz nach dem Beginn diese Passage zu schreiben, erkannte ich, dass das worauf ich einzugehen zielte, im Endeffekt mit Kultur zu tun hat-also-hatte. Und davon (von bestimmten Stile dieser) sind oder eben waren, nur bestimmte Familien, und somit Eltern, Betroffen.

Psychologische Probleme oder eine spezielle Schwierigkeit? ein Kind? wo/wie damals denn? Die Mutter war der Erzieher, der(die) die soziale Ideale für ihr Kind/Ihre Kinder Bestimmte. Aber zu dieser Zeit und in diesem Heim, war ich nicht sicher, was meine Mutter damals beschäftigte, dass ich dorthin gehen musste.

Aufgewühltheit? Egoismus? Zynismus? …? – ich lasse die Töpfe von verbranntem Ton jetzt lieber sein; ich mag auch keine Flammen auf der Zunge.

Eine Tasse heißen Tee tut mir jetzt gut. Heilpflanzen die Linderung von gewesen Schmerz zulassen? Na gut. Vielleicht ein wenig, dieses Mal.

In diesem Kindesalter, dachte ich gewiss noch nicht, an dass ich künftig eine große Aufgabe – wo möglich – erfüllen sollte.

In dieses Heim dieser kleineren ProvinzStadt tat ich jedenfalls unwillentlich die ersten Schritte-(im ersten Akt)-des Leben draußen. Also war dies das erste Mal, wo jedes Wort, jeder Ton und jedes Schweigen ein Verständnis anderer Art, als die die ich bis dahin gewohnt war, abverlangten, und für wie man diese Schriitte tut, als (noch) Kind, ein wenig beschämt im Herzen.

Wie kann ich sagen, dass meine Augen peinlich schauten, weil sie noch keinerlei Absicht hatten; was wusste ich (vom einfältigsten Berdorf, an jedem Sonntag Abend mit Bus und Zug, daher in dieses Heim gerutscht gekommen) denn schon, von dem bewusst sehen! Beim Thema wechseln, sage ich, dass sie, die Marcella, nicht das schönste Mädchen der Schule war – es war eine gemischte Schule, ja –  das ich im Stiegenhaus damals getroffen habe. Aber ich(!) war so unschuldig und so süß, dass sie, die zwei Jahre reifer als ich, also bei Mädchen bereits sie rege 13, Interesse an mir insofern bekundete, dass sie mir, dort auf dem Podest dieses Steigenhaus, den für mich allerersten, auf der Wange flüchtigen Kuss(Küsschen) verpasste.

Ob sie bereits wusste was sie tat? keine Ahnung; bei mir war ein „Oh, was“, das ich hastig sagte – und bemerkte dann, dass ich ordentlich in meinem Kopf und in mir ganz zerrissen war. Ich meinte „Danke“, als wir uns dan Zettelchen austauschten (und nicht mehr) –  die Anworten waren natürlich schön zu lesen. Aber im Heim, würden sie, diese unschuldigen Botschaften, vom schleimig hinterhältigen Leiter, in meinem Nachtkästchen, weil er da drinnen gehörig wühlen musste, gefunden.

Sie, das Mädchen, wurde als weiß ich was arg beschimpft, und ich wurde, von dem morbiden Pater, dem das Heim oblag und von Zuhause, hart bestraft, als folglich brutal-strengstens Kontrollierter.

Nun hatte ich etwas über das bewusste Sehen gelernt.

Da wusste ich dazu auch plötzlich – welch Schule ist das Leben! – was eigentlich theatralische Schaugespielte Sünde/Sünden-Zuweisung bedeutet – und war – das auch – plötzlich etwas erwachsener.

Hätte ich damals vieles überrissen, hätte ich gleich gebeten, irgendwo eine Theaterschule besuchen zu dürfen. Aber nein; und weil mich die Küchenscheffin, also die Köchin im Heim, so gerne leiden mochte, dürfte ich Servietten in Streifen Falten und die Speiseraum Tische decken- beton…bekam ich einen Schuss mehr gutes Olivenöl, auf die meinen gesottenen Kartoffeln. Und na Mahlzeit.

Und weil ich das im Dorf auch, gezwungenermaßen, tat, bestellte man mich auch in der Kapelle dieses Hauses zum ministrieren. War es denn jeden Tag? na ja … jede Woche – ja – jedenfalls.

Und wie ein Hobby, während der biederen Gottesdienste/den bigotten Gebetsstunden träumte ich – ich träumte … vom spielen in einem anderen Lebens-Stück.

Die Sache hatte irgendwo mehrere Pannen.

Das war eine traurige Schüler-und-Studenten Hütte, die mich hätte prägen sollen, da in der Bahnhofstraße, Numero weiß ich nicht mehr.

Ich weiß noch, ich sah grundsätzlich immer recht verstohlen in den Räumen dieses Hauses, dieser Heim-Institution. Ich hatte kaum Platz für die schmutzigen Socken oder Unterwäsche – diese brachte ich jedenfalls jedes Wochenende, im Plastiksack sich angesammelt, zum waschen mit nach Hause.

Und auf jeden Fall, war einfach so vieles nicht gut da; für mich Buben, zum mich prägen, auch nichts, aber schon gar nichts männlich, dort. Obwohl es, doch, ja, es ein „Männer-Heim“, für Mittelschul-und-Gymnasium-Altrige war.

Ich erinnere mich, es war auch dunkel in den Nächten da, wo der Lebensbau Mond nicht am Himmel zu scheinen schien – wo der eine Mond, der mein großer Licht Geber immer war, Woche für Woche – drei lange Jahre lang, außer in den drei Monaten Sommerpause – hinter den Gipfeln der Dolomitischen Gebirgsmassive verschwunden war.

Nichts weiß ich mehr, ob der Wind manchmal Wolken ins Tal blies – auch weiß ich aber, dass sich nichts dort – in mir –  bedrohlich setzte.

Es gab kein Füße in den Teich tauchen und plantschen lassen, denn es war kein Teich weit und breit da, und ich, jedenfalls, hatte auch noch nichts von nichts von einem Schwimmer. Ich hatte gerade irgendwie geschafft, müßig, etwas Lebensland klein zu erforschen; sichtlich war dieser aber kein Ort, um zufrieden dieses zu tun.

So reichte zwar der des Angeschlossenen Fußballfeldchens Staub, aber kein Lebens-Duft, bis zu den Knien: was für ein Pech.

Bewusst könnte ich nicht denken und sagen, dass ich sichtlich enttäuscht war. Es

war auch ohnehin mir nicht erlaubt gewesen, dass mich offen etwas ärgerte, etwas zu ärgern hätte.

Dem Ruf (dem Befehl) der Mutter nach dahin, gab es kein Entrinnen – wann wars denn schon erlaubt sie(!) zu ärgern?

Somit oder folglich, schaffte ich es immer – recht brav – die Aufgaben für morgen zu verbessern. Damit ich von keinem sonstigen Donner, in die steilen Hänge des Missmutes dieser Herberge gerügt würde. So, dass es auch schien, von allen Seiten wahrgenommen gleichzeitig, dass ich nie mehr, für nichts oder für etwas, beschuldigt werden würde können.

Weit über diese frühen kindheitsjahre hinaus entwickelte ich Diese so gefärbte Identität und diese Saubermacher Werte weiter, und erhielt sie akribisch, wenn auch manchmal recht gewieft, aufrecht.

Das  Dorf in der Höhe, von wo ich, in dieses Tal mit diesem Heim, runter gesegelt,

fing ich immer mehr, so wie es und dort war, bleiben zu lassen.

Nur an die feinen Rauch Fäden aus den Spalten der Kamine, der damals mit Holz und Kohlen geschürten Herde und Öfen, die dann, so wie die Träume von den Windstößen gelöscht wurden, erinnere ich mich heute noch.

Das Sein und Leben im ummauerten Haus, des Heimes mit den großen grauen Mauern, lief und kroch(mitunter), weiter, in meinem Empfinden-oder-Gefühl so, wie Regen der auf einem Blechdach schlägt, um in der Dachrinne ein Wasser des

„nun, das ist alles in Ordnung“ meiner Mutter zu werden, das in ihrem, aber nicht meinem  Boden (ver)sank. Mein Vater? Der nickte zu allem, mit dem Kopf, und blieb auf seinen Pisten; Pfade hatte er keine – und kannte, wenn dann, nur fast die solchen, damals, die mit einer dicken Schicht von Moos, Moosgeflechten bedeckt waren, und die er gegangen zum Pilzesammeln.

Er sagte mir nur immer, „bleibe schön weg, von den gefählichen Pisten.“, „sehe immer nur über Bäche zu kommen, wenn es aufhörte zu regnen in der Nacht.“, und „in der Mitte ist es sicherer.“

Jeden Morgen, wo ich mein Frühstück leer gegessen hatte, sprang ich auf und rannte, im Rennen packte ich schnell nach meinen Fantasie-Speeren – die ich mir immer neben die Tür vorstellte – vorbeugend einem plötzlichen Angriff.  Der auf dem Fußweg zur Schule hätte sein können. Eine Waffe, die ich mir ausdachte und zurechtlegte, bereit. Da die Manipulationsangriffe im Heim, die waren viele, und dieser, mein bester, na gut einziger, Schutz.

Fand man mich, fand ich mich, bereits in diesen Jahren außergewöhnlich?

Ich liebte diesen jungen, der ich war – ich hatte ein gutes Herz – als ältester Bruder weiß ich nicht mehr wie ich war.

Von da an, wo wir ersten Schritte unternommen hatten, waren jedenfalls wir vier Brüder unzertrennlich.

In diesem Heim jetzt, liebten es, einige der anderen Mitbewohner, weil ich, wegen der Kinderkrankheit die ich noch hatte und ich bereits beschrieb, schwächliche Beine hatte, und auch weil ich einen langen Haarschopf ins Gesicht runter trug, mich, den Dörfler, zu beleidigen; man nannte, Zank mit mir suchend, mich einen Feigling oder dumme andere Sachen, worauf mir Gutherzigen aber nur blieb, mit einem nachsichtigen Lächeln zu reagieren.

Während ich ihm ein Stück Brot rüber reichte, nahm er es und nickte mit seinem Kopf, einer der ältesten, der ab da mein Beschützer sein wollte.

Ich eiferte folglich seiner Frisur nach, um mein Haar gleich zu kämmen so wie er – a la James Dean – bei ihm saß sie aber fast perfekt.

Kein Morgen war dennoch für mich da schön und hell. Mit diesen hohen Fenstern, und davor nur der eine große Baum – wo ich heute nicht mehr weiß, was für einer der war.

In der Stunde des Zubettgehens, haben wir uns in den drei Schlafsälen mit den Bettgerüsten mit Armeedecken, nie von „Bett“ zu „Bett“ amüsiert, nie ein Polster, der, von der entgegengesetzten Richtung kommend, einem traf.

Eine Ernte die bereits schlecht war? in dieser meinen Lebenszeit? und in dieser Gefühls-Zirkulation?

Wann wollte/sollte die(se) erste Ernte eigentlich beginnen?

Ich hatte schon vor einiger Zeit erkannt, dass ich ein Leben, programmiert auf  warten und hoffen hatte; und dass ich in dieser Aufgabe, ein Big Luck Lenker hätte – womöglich – lernen müssen  zu sein.

Aber während dieser Kindes Jahres Runden, konnte ich mir (noch) nicht im Klaren werden, wie lange ich in dieser Rolle hätte verweilen wollen.

Hin und wieder, gab es im Hof des Heimes ein Abendlagerfeuer. Da trank ich immer einige Schlückchen des wärmenden Getränks und sah meistens nachdenklich in die Flammen. Sagend ich leise zu mir selbst „es war schon immer so, und es wird immer sein“?

Nein, dieser Preis wäre mir zu hoch gewesen.

Ich war gelassen so drauf, und nicht eingebildet, als ich im Gegenzug mir dachte, das Leben schuldet mir doch etwas anderes(!), ich brauche noch etwas Zeit, um zu verstehen was. In diesen Augenblicken spürte ich mich entschlossen. Manchmal begann es dabei zu regnen.

Ich floh nie eilig ins Heim. Dieses Haus fand ich gegen große Lawinen von Steinen und Schlamm des Lebens nicht ein Schutz.

Angst, direkte, dass was groß Negatives um mich oder mit mir, irgendwann passieren würde hatte ich unmittelbar keine. Eltern und Erwachsene fand ich in irgendeinem Ausmaß schwierig. Aber ich dachte, ich bin erst am Anfang, und also nocht nicht geübt, herauszufinden, in diesen frühen kindheitsjahre, wie Erwachsene was aufrechterhalten, und wie bei Ihnen das Thema des Egos seine Stacheln spitzt.

Die Berge blieben da.

Die Monde empfand ich, im Laufe dieser drei Jahre, wieder günstig und gütig.

Ich sollte für irgendeine kommende Zeit bereit sein. Richtig?

Nein sag: Wie sollte ich gefunden haben, was ich brauchte. Wie mit dreizehn-vierzehn das wissen?

In der Lage sein, bald, Zeremonie zu beginnen? wo ich hoffen konnte Antwort auf Fragen zu bekommen?

In der Reihenfolge stellte sich mir die Frage eher, wie eine Mengen von Erz finden, das, meiner Mühen gezollten Tribut, mich glücklich gemacht hätte.

Mit den Freunden des Dorfes, als ich an den Wochenenden wieder da war, ging ich gerne in dieser Zeit, für wahr, mit Meißel und Hammer Mineralien, unter den Felsen, finden.

Auf Wurzeln des Waldes wurde, beim zu den geheimen Stellen marschieren, getreten, die Brettertür einer Hütte dazwischen stand immer offen, tropfendes Wasser sah man in der Dunkelheit der Öffnung – und nach Wind und Schlagsahne schmeckten solche Tage.

An Brüllen von Stürmen kann ich mich nicht erinnern. An das unter Spritzer des Regens wieder hinabsteigen schon. Auch an die kleineren Pfützen und an Antworten die von irgendwoher von selbst gekommen.

Das Essen ist bald fertig, weiß ich noch, war wichtig. Beim Anteil, da hob mit dem Finger. Meine Stimme, da ich sie selbst kaum bemerkte, hatte also nie einen bedrohlichen Klang – so war sie halt, meine Gegenwart als Kind. Vom Anfang an, und nein in einem Ferienlager war ich nie.

Man fand mich, zwangsläufig meines körperlichen Gebrechens wegen, nie zu dick, ganz im krassen Gegenteil aber andersrum. Deshalb war, als Bub gesehen, manchmal vieles peinlich für mich: als die anderen – zum Beispiel – Mädchen zu beobachten anfingen, befand ich mich, um einen Vergleich zu machen, diesbezüglich in eine arge Diät. Es war extrem.

Nur Lina, nickte damals mit etwas Verständnis, das war’s auch schon. Es tut mir leid. Und leid, tat es damals auch mir.

Mein Versuch eines Gesprächs mit den Eltern wurde nie aufmerksam verfolgt.

Es war nicht alles gut für mich – – es war das aber gut, denn meine kindliche Welt, die bis dahin nichts als ein großer Spielplatz war, meine Sicht der Welt und meine Aufnahmekapazität also, bald erfahren ließen, dass Realität mehr als nur Spaß-und-spielen sein muss.

Nicht wahr!

Ein Spiel von Licht und Geheimes, schien mein Leben zu beatmen. Der Geruch von Mist, ja, in der Berg-Ländlichen Gegend.

Es war dann nichts Schlimmes, wenn nach dem Immaginären durch Jagdreviere ziehen, ich mich am Sonntag Nachmittag – war es vier? oder fünf Uhr?, und im Winter war es ja bereits finster –  beeilen musste, etwas beladen, zum Autobus zu gehen.

Der mich, auch mit Ratschlägen und Anweisungen beladener, zunächst 25 Kilometer führ, bis zu einem Bahnhof. Ein Regionalzug, ja, der tat den Rest; und ich – nach paarhundert Meter des Zufußgehens – war wieder im Heim.

Die Schule war keine private High-School, sondern, als Pflichtschule, eine gewöhnlich Öffentliche.

Ich hatte In dieser Schule mittelmäßig gute Noten und ein eher verklemmtes soziales Leben, aber das war bereits gesagt. Erfolge gipfelten zunächst in der Tatsache des Wachsens. Ich erreichte später dann ja 1,84.

Wirklich wachsen, also, und unsicher sein.

Ob ich mich schon fragte, in welche Richtung das oder mein Leben gehen sollte?

Ich frage mich immer zunächst aber, wie ich annehmbare einigermaßen gute Noten nach Hause bringen konnte.

Das wie ich mit der Außenwelt umgehen sollte, war nicht durch Benotung, sondern wohl durch Zäsur zu bekommen?“ 

Ich war schlau…, eher hübsch, nicht ganz gesund – ich sah, dass ich tat, was ich  tun wollte. Begann hohe Ziele zu setzen, dadurch, dass ein Freund mir Noten und Griffe auf der Gitarre beibrachte… – ich bildete mir das erste mal da ein, talentiert und viel versprechend sein zu können. 

Auch fing ich an, ein Problem – ganz zaghaft, verstohlen – zu empfinden, dass ich noch zu Hause bei den Eltern zu leben hatte. Ich war in die Höhe förmlich geschossen, und hatte bereits eine Körperhöhe von 1,75 erreicht.

Ich schaffte es das Mittelschulabschlussdiplom ausgehändigt zu bekommen. Glücklich oder zufrieden sein mit dem Leben ist was anderes.

Meine Erwartungen – ich war ja nocht nicht Teenager – waren nur sowas wie Fantasien. Nicht mal das.

Das Grundgefühl war aber, als wäre mit mir alles in Ordnung.

Und doch fühlte mich im Grunde, in dieser Zeit, durchwegs wie eine Taube nach einer Bauchlandung – aber an meiner felsenfesten Entschlossenheit es zu etwas zu bringen war ab da nicht zu rütteln. Mir aber vorzustellen, dass ich mich bereits vor dem Haupteingang des Lebens mich befände, war bei Gott noch keineswegs der Moment.

In Bezug auf alles grün hinter den Ohren, tappte ich aber – mit einer gewissen inneren Frechheit um nichts bange – mit einem „geh doch!“ in den inneren Ohren, in Partys der Vorstellungen von Zukunft umher. Das tat ich, mit virtuellen Denkfehlern, ziemlich tollpatschig in seltsamen Klamotten. Mit Zufriedenheit und manchmal drei Stunden Spaß, dann aber wieder Stunden der Melancholie, Langeweile und Niedergeschlagenheit. Sehr wohl aber einen stattlichen Turm mir vorstellend, den alle hätten beachtenswert gefunden, weil ich da drinnen, von da drinnen nach Großem Ausschau haltend, Dinge der Glücksverwirklichung erreichte, diese herstellte also erzeugte – und auch verbreitete.

Es hatte mich ja immer noch beeindruckt, wie Herr der Jesus Christus die Welt verbessern, ja retten wollte, unbedingt.

Kleine Lebens-Momente … kommen allerdings, erwiesenermaßen aber unzählig viel öfter vor als die Großen.

Dann war es so, im Kirchenschiff der Dorfkirche, bei einem Anlass dort, mein Kopf seine Schulter, die des Christus am Kreuz, erreichte; und da wusste ich, dass ich, in einem wichtigen Alter war: ich war dreizehn, bald wurde ich vierzehn.

Ich brachte gut – nun ja/na ja – also die Schulvorstufen ohne Auffälligkeiten hinter mich. Absolvierte folglich mein erstes Studium – zwischendurch in diesen Oberschuljahren kurz dürftig – so, dass ich folglich die Bezeichnung Ingenieur eines technischen Metiers in den Händen hielt.

(Man At Work – Ergänzende Lebensepisode’n)

Das war wann es war – nein, es war 1971 – und es war ein Dienst an den Eltern.

So wie man es in jedem Elternhaus mag, war ich in der Zeit bis dahin, verlässlich, pflichtbewusst gedrillt verfügbar. Was auf den ersten Blick als ein Vorteil erscheinen mag, verpasste ich demzufolge – a priori – aber jegliche frühe Ernte.

So wie ich war, gelang es mir recht schwer im unmittelbaren Leben – und dann ziemlich später als im Vergleich andere – eine passende Saisonalität an den Tag zu legen – als würde man sich jetzt – sinnbildlich und als Beispiel – ein Sprießen der Blumen der Zucchini vorstellen, frisch im eigenen Gemüsegarten, das in unseren Breitengraden, an Weihnachten.

Menschwerdung und Weihnachten, na gut; die haben aber was gemeinsam, allerdings: Menüs vorbereiten heißt es an Weihnachten, ebenso Menüs vorbereiten (die des Lebens) gilt es in der Jugend, und auch diese unter dem Motto gute Organisation – wobei man sich zu fokussieren, zu konzentrieren versucht, auf das Leckere – auf den Gusto, auf die gustatorische Wahrnehmung – des Lebens Essen.

In der Vorstellung noch unreifen jungen Jahren, sollte dieses Essen vor allem aber schnell und einfach sein.

Und wie? die Rosen der Zucchini, diese an Weihnachten im Handumdrehen? Ein sehr einfaches Gericht aber auch eine seltsame Vorstellung. Waschen und dünn vertikal geschnitten das Leben; zerkleinernd wahlweise die Größe der Rosen, in eine Pfanne es geben, die gut erhitzt wurde, um es fein zu grillen. Dann, wenn alles gut gegart, ja nichts abkühlen lassen. Als wäre das Leben dann angerichtet wie irgendetwas in Blätterteig, mit einem scharfen Messer, die Breite bestimmend, ändern, je nach dem, die Größe der Scheiben der Lebens-Streifen, um sie zu dann genüsslich zu Verspeisen. In der Mitte des Existenz-Streifens sich dann mit dem Gericht platzieren, so denkt man in seiner Einfalt, und der Teil unter der panierten Schale sollte leicht ein bisschen salzig sein, zum eintunken in ein wenig gut natives Olivenöl.

Das klingt perfekt.

Ich eilte oft mit der Phantasie, um mir die Vielfalt frischen Gemüses vorzustellen.

Sie sanft pressen mit den Fingern – stellte ich mir vor – und gut die Rosen in den Händen halten; sie legen dann in die Form zum Backen, hätte eigentlich den schärfsten Geschmack und Sinn geben müssen. Aber später erst, unter Freunden?

Gut… schaffte ich es nicht zu verwerten, in meinem noch damaligen wackeligen Alter, das gefundene Gemüse. Als es im vorgeheizten einmal bereit war, lies ich alles abkühlen, kaum eine Mahlzeit genießend.

Eine seltsame Zeit und äußerst komplizierte für mich, ja, die der Jungend Jahre.

Unmittelbar zu erreichen, darum zu ringen, war für mich das tägliche Wohlgefühl. Den Betrügereien, den Selbstbetrügereien und Denkfehlern, und der Nachtigall die unten am Bach ihre „Weise sang“ zum Trotz.

Also alles Mikroplankton noch um mich, als Nahrung für den Geist.

= = =

man at work… .. .

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Das bin ich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ivo_Rossi_Sief

und das

http://www.ivo-rossi-sief.at

und das

https://drive.google.com/file/d/1AG_XeKZecnR985FUESr3xnH9U5GAH3x7/view

 

Ich bin von Vaterseite

Ladiner-Rätoromane – einer aus Fodom

https://de.wikipedia.org/wiki/Fodom

dieses Volk also auch die Ureinwohner von Orten die hier an manchen Stellen umschrieben.

 

DSC_4379-002

und

http://www.ejournal.at

(Klick auf  „literatur.primär“ oder „ak.tu.ell“ – links ganz oben)

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Aktuell wird dieses Buchprojekt durch Arbeitsbeiträge Jahr 2018 über das

bmuuk logo Bundeskanzleramt Österreich/Abt.Literatur

und

über Amt für Kunst und Kultur des Landes Tirol  Druck  subventioniert.

 

 

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